Die INSARAG...

Das Jahr 1988 war die eigentliche Geburtsstunde der International Search and Rescue Advisory Group (INSARAG) der Vereinten Nationen. Im Dezember dieses Jahres traf ein Erdbeben der Stärke 7,5 den Norden Armeniens.  Das Beben zerstörte die Stadt Spitak und trotz weltweiter Hilfe starben  in dem osteuropäischen Land 25.000 Menschen. Nach der Katastrophe trafen sich Vertreter des deutschen Technischen Hilfswerks, des  schweizerischen SKH (Schweizerische Korps für humanitäre Hilfe) und der  österreichischen AFDRU (Austrian Forces Disaster Relief Unit), um  Konsequenzen aus dem Einsatz zu ziehen. Aus diesem Treffen ging die D-A-CH hervor, ein Zusammenschluss der deutschsprachigen  Katastrophenschutzorganisationen.

Konsequenzen aus der Armenien-Katastrophe

Die Problemanalyse ergab, dass im Hinblick auf die Erdbebenhilfe Qualitäts- und Quantitätsstandards im Allgemeinen und Urban Search and  Rescue-Operationen im Besonderen bestätigt wurden. Ein weiterer Befund betraf die Koordination der internationalen Hilfe nach Erdbeben, die in  Abstimmung mit den nationalen Behörden, im Notfall jedoch auch ohne  deren Beteiligung, zu treffen sei, um schnelles und effektives Handeln zu ermöglichen.

Aufbau der INSARAG

1991 trafen sich die Initiatoren der D-A-CH und die Vertreter der  zuständigen Ministerien in Beuggen und gründeten die INSARAG, der  weltweit mittlerweile 58 Staaten angehören. Die INSARAG untersteht als  globale Organisation den Vereinten Nationen und ist der UN-Organisation OCHA (Office for the Coordination of Humanitarian Affairs) zugeordnet

Die Search and Rescue-Organisation ist wiederum in die drei  Regionalgruppen Afrika/Europa, Asien/Pazifik und Amerika unterteilt. Der Regionalgruppe Afrika/Europa, gehören auch die 7 deutschsprachigen  Partnerorganisationen aus Deutschland (D), Österreich (A) und der  Schweiz (CH), an.

Die Vertreter der Mitgliedsstaaten, bzw. der Lenkungsausschuss, treffen sich jährlich, um erbrachte Ergebnisse und neu zu definierende Ziele zu diskutieren sowie Wissen und Erfahrungen aus Einsätzen auszutauschen.

Mitglieder der INSARAG sind internationale Vertreter der Urban Search  and Rescue Teams (USAR)-Teams. Der INSARAG können alle Länder beitreten, die über internationale Such- und Rettungsteams verfügen sowie die  Länder, die den Gefahren von Erdbeben ausgesetzt sind.

Der Leistungsauftrag der INSARAG

Die primäre Aufgabe der INSARAG ergibt sich daher aus der sogenannten  USAR-Resolution der UN. Diese sieht unter anderem vor, die Effizienz der USAR-Teams bei Einsätzen zu erhöhen und weitere Länder in die INSARAG zu integrieren. Die Verbesserung der internationalen Zusammenarbeit der  Hilfsorganisationen bei Naturkatastrophen, technischen Katastrophen und  anderweitigen Unglücksfällen, die Optimierung der humanitären Hilfe  sowie die Erstellung eines international angepassten Einsatzvorgehen  bilden das Mandat, dem sich die INSARAG-Mitglieder verpflichtet haben.

(Vielen Dank an Oliver Jobes (K9)  - Aachen)

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